Der Hochstaufen-Trail

Der Hochstaufen-Trail

DER HOCHSTAUFEN-TRAILRUN

Adrian Niski und Johanna Hiemer holen sich den Sieg

Beim diesjährigen DARE2B Alpenstadt City&Trail führte der Hochstaufentrailrun nicht wie geplant über den Gipfel des Reichenhaller Hausberges, sondern auf verkürzter Strecke über seine Nordseite zurück in die Stadt. Die nassen und kalten Wetterbedingungen ließen ein Rennen auf der Originalstrecke nicht zu. Adrian Niski (dirtbag.running) kam nach 1:38:47 Stunden als erster ins Ziel. Bei den Damen holte sich die österreichische Skibergsteigerin Johanna Hiemer (Team Dynafit) den Sieg. Insgesamt war das Teilnehmern mit 18 Nationen wieder international besetzt.

Dass die Organisatoren des DARE2B Alpenstadt City&Trail die Teilnehmer des Hochstaufentrailruns mit Schlechtwetter-Pflichtausrüstung auf die Alternativstrecke schickten, war die richtige Entscheidung. Der Schneefall reichte am Samstag in der Früh bis weit hinunter, selbst am höchsten Punkt der Ausweichstrecke graupelte es. Der Wirt des Reichenhaller Hauses am Hochstaufen meldete fünf Zentimeter Neuschnee und minus zwei Grad.

 

„Ich liebe es“

Adrian Niski konnte das Wetter nichts anhaben. Ganz im Gegenteil. „Ich liebe es“, sagte er im Ziel. „Viel angenehmer als die Hitze.“ Nach einem neutralisierten Start durch das Stadtgebiet, wurde das Tempo für das Teilnehmerfeld erst am Nonner Steg freigegeben. Von da an gab Adrian Niski Vollgas. Über die Padinger Alm ging es zwar Richtung Stoanane Jager, aber nur bis zum Buchmahdsattel und von da direkt wieder bergab zur Moaralm in Urwies, vorbei an der Staufenbrücke, über die Streilach nach Nonn und auf der Originalstrecke zurück ins Ziel am Rathausplatz

„So ein kurzes Rennen teilt man sich nicht ein, man muss von Anfang an alles geben und nur schauen, dass man sich für den Downhill noch genügend Kraft aufhebt“, so Adrian Niski. Und der war extrem rutschig. Auch das kam dem Sieger entgegen, technisch konnte er hier sein Können voll ausspielen.

„Ich glaube bei trockenen Bedingungen wäre ich nicht als erster über die Ziellinie gelaufen.“ Für die 834 Höhenmeter und 20,4 Kilometer brauchte er 1:38:47 Stunden. Er verwies Jakob Hochradl (Re:RUN Dein Laufshop Salzburg) aus Österreich mit 14 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Den dritten Rang sicherte sich Georg Steinbacher (Karpos) in einer Zeit von 1:40:38 Stunden.

 

 

„Ski sind mir lieber“

Mit Johanna Hiemer holte sich eine österreichische Olympionikin in 1:56:13 Stunden den Sieg in der Damenwertung. Die Skibergsteigerin ging im Februar bei den diesjährigen Spielen Milano Cortina 2026 an den Start. Die Sportart war erstmals olympisch. „Meine Muskeln sind das noch nicht gewohnt. Ich bin heuer noch nicht viel gelaufen, ich habe erst vor vier Wochen angefangen. Ski wären mir heute lieber gewesen.“

Für sie war es die erste Teilnahme beim Alpenstadt Cit&Trail, allerdings kennt sie die Strecke auf den Hochstaufen vom Training, ihre Oma lebt in Bad Reichenhall. Johanna Hiemer lag im Rennen von Anfang an in Führung. „Die kurze Strecke ist sehr cool und es war richtig, nicht raufzulaufen, es war zwischendrin sehr kalt.“ Rang zwei bei den Damen ging an Lilly Becker aus Berchtesgaden. „Es war gut, ich bin auch froh, dass es nur die knapp 900 Höhenmetern waren. Ich bin voll zufrieden mit dem Ergebnis, ich bin ohne Ambitionen gestartet, es ist mein erstes Rennen heuer.“ Als nächstes will sie im Ötztal beim Gletschertrailrun ihren Titel verteidigen. Den dritten Platz auf dem Podest holte sich die gebürtige Karlsteinerin Nina Koller vom veranstalteten Sportverein TSV 1862 Bad Reichenhall. „Ich komme aus der Triathlon Abteilung und bin das erste Mal dabei. Dadurch dass es nicht so viele Höhenmeter waren, muss man bergauf voll Power geben, die acht Kilometer bis zum Buchmahdsattel haben schon richtig reingehauen. Das Bergab war cool, da konnte ich die bis dahin Drittplatzierte noch überholen.“

Gemeldet waren für den Hochstaufentrailrun 259 Athleten und Athletinnen, am Start waren es 226. „Wir hatten zwar weniger Teilnehmer als im vergangenen Jahr – was aufgrund des Wetters klar ist – aber wir sind trotzdem sehr zufrieden. Es ist nichts passiert und wir haben viel positives Feedback zur Alternativstrecke bekommen“, so Steve Auch, der gemeinsam mit dem Bad Reichenhaller Trailrunner Philipp Reiter beim DARE2B Alpenstadt City&Trail verantwortlich für alle Distanzen ist. Veranstaltet wird das Laufevent vom TSV 1862 Bad Reichenhall, mit Unterstützung des Bad Reichenhall Tourismus & Stadtmarketings.